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Sophistereien 10.01.20

Im Wintersemester 1929/30 hielt Heidegger an der Universität Freiburg seine berühmte Vorlesung „Die Grundbegriffe der Metaphysik“.  Zentrales Thema dieser Vorlesung ist die „Langweile“ als Grundbefindlichkeit menschlicher Existenz. Die Langeweile als Tor zum Nichts, in das das Dasein hineingehalten sei. Über Monate nur dieses eine Thema: Heidegger beabsichtigte damit, seine Hörer diese Langeweile und damit das Nichts hautnah spüren zu lassen.

Heute wäre das unmöglich. Sind doch die meisten Studenten während einer Vorlesung ohnehin mit ihrem Handy beschäftigt. Ein Handy vertreibt die Langeweile und wird selbst nie langweilig. Es bietet permanenten Zeitvertreib. Ein das Nichts nichtender, vernichtender Apparat.

Wenn Bildung macht ist, wieso sind es dann die Ungebildeten, welche die Macht haben?