Sophistereien 7.11.20

Lange Zeit haben uns Philosophen darüber zu belehren versucht, dass es die Wirklichkeit nicht wirklich gibt, dass vielmehr Wirklichkeit stets im Auge des Betrachters (Subjekt) liegt. Diese beklagen nun ihrerseits den Wirklichkeitsverlust bestimmter Subjekte.

Nur zwei Philosophen können bei einem Waldspaziergang darüber in Streit geraten, ob das, was sie da vor sich sehen, wirklich Bäume sind.

Es gibt zu viele Welterklärer: Je mehr Welterklärer es gibt, desto unerklärlicher wird die Welt. Aber warum muss man die Welt überhaupt erklären? Kann man sie nicht hinnehmen wie sie ist? Sie betrachten und sich wundern, dass es sie gibt? So wie die Alten es taten. Das Staunen als Ursprung der Philosophie?