Sophistereien 3.9.19

Neulich habe ich von diesem Antinatalisten aus Indien gehört, der seine Eltern dafür verklagt, dass sie ihn, ohne vorher zu fragen, auf die Welt gebracht haben. Antinatalisten vertreten bekanntlich die These, dass nicht sein besser ist als sein, weil sein mit allerlei Leiden verbunden ist und ohnehin im Nichts endet. Suizidale Konsequenzen ziehen sie allerdings nicht aus ihrer Überzeugung. Dafür leben sie doch zu gern und beglücken die Menschheit mit ihren geistigen Ergüssen.

Natürlich haben auch die Klimaapokalyptiker und Weltuntergangsprognostiker den Antinatalismus für sich entdeckt. Gäbe es bald keine Menschen mehr, dann könnte der Planet vielleicht noch gerettet werden, so die schlichte Botschaft.  Genau! Dann fangt doch endlich selbst damit an. Gebt ein Vorbild: Befördert euch schleunigst und möglichst umweltfreundlich ins Nirvana, meint der Sophist. Je weniger Weltretter, desto mehr Rettung für die Welt.