Archiv für den Monat: Oktober 2019

Sophistereien 25.10.19

Der Widersinn der Political Correctness liegt darin, dass hier die die freie Meinungsäußerung, quasi das fundamentale Grundrecht der Demokratie, unterbunden werden soll.  Es verwunder schon, dass es im Fall “Lucke”,  keinen öffentlichen Aufschrei gab, dass keine Kerzen angezündet wurden, besonders nicht von denen, denen doch die Demokratie nach eigenem Bekunden so sehr am Herzen liegt.  Dass ein Professor seine Vorlesung nicht halten darf (obwohl das Thema “Makroökonomie” politisch unverfänglich ist) und quasi aus dem Hörsaal heraus abgeführt wird, würde man sich in den schlimmsten Diktaturen nicht träumen lassen.  Somit drängt sich der Verdacht auf, dass  die  Political Correctness fernab jeglicher moralischer Implikationen mehr ein Kampfbegriff gegen politisch Missliebige ist. Meinungsfreiheit wird also nur demjenigen gewährt, dessen Meinung der Meinung derer, die den Diskurs bestimmen, nicht widerspricht.  Das ist natürlich, wie leicht zu erkennen ist, paradox. Impliziert doch der Begriff “Meinungsfreiheit”, dass es wenigstens zwei Meinungen zu einem Sachverhalt gibt. Gäbe es hingegen nur eine Meinung, müsste man sich demnach nicht mehr entscheiden. Freiheit, Meinungsfreiheit wäre überflüssig.

 

Sophistereien 15.10.19

Heute vor 175 Jahren wurde Friedrich Nietzsche geboren.  Vermutlich könnte dieser Philosoph, der mit dem Hammer zu philosophieren pflegte,  in unserer politisch korrekten, vom Ökowahn befallenen,  (trans)gendergaga Zeit kein Buch veröffentlichen. Grüne, Evangelische Kirche und die Antifa riefen wohl zur Bücherverbrennung auf.  Deshalb hier ein paar meiner Lieblingszitate des Meisters:

“Du solltest der werden, der du bist”

“Was mich nicht umbringt, macht mich stärker”

“Der Asket macht aus der Tugend eine Not”

“Will man einmal eine Person sein, so muss man auch seinen Schatten in Ehren halten”

“Ich will, ein für alle Mal, vieles nicht wissen – Die Weisheit zieht auch der Erkenntnis grenzen”

“Was ist das Siegel der erreichten Freiheit?  – sich nicht mehr vor sich selber schämen”

 

Sophistereien 12.10.19

Der Sophist ist letzte Woche umweltbewusst mit dem Bus durch unsere schöne Hauptstadt Berlin gegondelt. Auf vielen Linien kommt der Bus, wenn überhaupt, nur alle 20 Minuten.  Dann ist er meistens so voll, dass man sich wie eine Ölsardine in der Dose fühlt.  In der U-Bahn sieht es auch nicht besser aus. Und alles für 2,80 Euro pro Fahrt. Unweigerlich drängt sich die Frage auf, was eigentlich passieren würde, wenn, wie von den Klimarettern gefordert, nun alle ihre PKW stehen ließen und mit Bus und U-Bahn fahren würden? Das reinste Chaos vermutlich. Deshalb gilt mein Dank den Autofahrern, die subversiv Verzicht üben auf ÖPNV.

Diese Irren von Extinction Rebellion hinterlassen mehr Müll in einer Woche als halb Afrika in einem Jahr.

Dass das verrückte Kind, Greta nicht den Friedensnobelpreis bekommen hat, gibt Hoffnung.

Wahrer Luxus ist es doch, sich dem öffentlichen Diskurs entziehen zu können – nicht nach seiner Meinung, Haltung, Gesinnung  gefragt zu werden, nicht Bekenntnis ablegen zu müssen. Dort zu schweigen, wo andere permanent reden.