Sophistereien 9.04.19

Organspende als erste Bürgerpflicht? Um das Problem des Organmangels zu lösen, will sich der Staat nun der Körper seiner Bürger bemächtigen. Bisher war es so, dass ein potenzieller Organspender mittels Organspendeausweis seine Bereitschaft zur Organspende erklären musste. Wer keinen Ausweis hatte, bei dem konnten die Angehörigen befragt werden, ob sie einer Organentnahme zustimmen. Alles kompliziert und juristisch schwierig. Minister Spahn will nun das Problem mit seiner “Stillen Einverständniserklärung” lösen. Damit wird jeder automatisch Organspender, es sei denn, dass er ausdrücklich widerspricht, sich also so etwas wie einen negativen Organspendeausweis zulegt. Schweigen gilt so als Zustimmung. Ungeheuerlich, findet der Sophist. In keinem Bereich des Lebens gilt Schweigen als Zustimmung. Man kauft ja beispielsweise nicht ein Produkt im Laden dadurch, dass man nicht erklärt, es nicht haben zu wollen.  Dabei gäbe es doch eine viel einfachere Lösung – klar und transparent: Wer sich zu Lebzeiten in Form eines Organspendeausweises bereiterklärt, nach seinem Hirntode seine Organe zu spenden, soll dafür eine finanzielle Vergütung erhalten. Organe sind ein knappes Gut. Und im Kapitalismus werden knappe Güter zu hohen Preisen auf dem Markt gehandelt. Der Sophist denkt deshalb an einen Betrag von 10 000 Euro.  Verkaufen, statt spenden, um es auf den Punkt zu bringen. Moralische Bedenken sind da völlig unnötig. Erstens ist der Verkauf freiwillig (niemand muss), zweitens ist ja laut Ärzteschaft so eine Organspende nach dem Tod ein Klacks, man spürt nichts mehr. Dem Spender entstehen somit keinerlei Nachteile.

Sophistereien 27.03.19

Was ist schlimmer als der Weltuntergang? Altkluge Kinder!

Apropos altkluge Kinder: Ich hatte ja schon in einem der vorherigen Beiträge die Vermutung geäußert, dass es sich bei Greta Thunberg um ein globales Marketingprodukt handelt. Dies scheint sich nun zu bestätigen. Ende April erscheint Gretels Buch (1. Auflage 2 Millionen in 144 Sprachen). Am kommenden Sonnabend wird der Göre die Goldene Kamera in Berlin verliehen. Später wird sie noch den Bambi, den Nobelpreis, einen Oscar (für ihren noch kommenden Film) und einen Grammy (für die bald erscheinende CD mit Gretels Songs) erhalten. Und wofür? Für die Anstiftung zum Schuleschwänzen? Da wünscht man sich doch, dass der Weltuntergang so schnell wie möglich kommen möge.

Nun noch etwas Erfreuliches aus Gendergagaland: Kinder sollten nach Meinung von Kathrin Göring Eckardt ebenfalls gegendert werden – also: der Kind, die Kind, die Kinder*innen.

Sophistereien 18.03.19

Es ist noch nicht so lange her, da galt der Schulschwänzer als Asozialer, als jemand, der sich nicht in die Gesellschaft integrieren konnte oder wollte.  Dementsprechend reagierte der Staat hart, verhängte Geldstrafen gegen die Eltern oder ließ gar den verzogenen Zögling morgens von der Polizei abholen, die ihn dann mit Blaulicht ins Schulgebäude eskortierte.  Heute ist das anders: Das Schuleschwänzen hat die Mitte der Gesellschaft erreicht. Seitdem ein 16-jähriges Mädchen aus dem Lande Bullerbü die Jugend der Welt dazu aufrief, immer freitags des Klimas wegen der Schule fern zu bleiben und zu demonstrieren, ist Schuleschwänzen hip.  Es ist ein Event, vergleichbar der Eröffnung eines neuen Apple Stores oder der Autogrammstunde eines Youtube Stars.  Kreischende Teenager, die Transparente hochhalten und irgendwas mit Klimaschutz fordern.  Ein pseudomoralischer Mob, der von Kindesbeinen an mit dem SUV durch die Gegend chauffiert wurde, mit 7 sein erstes Smartphone bekam, der tütenweise Klamotten aus den Primarks dieser Welt schleppt und nur protestiert, wenn es bequem ist, wenn der Protest nichts kostet, sorgt sich um seine Zukunft. Oje, oje. Dem Sophisten kommen die Tränen.  Auch darüber, dass unsere Politiker, von denen früher einige, betrachtet man deren geistige Ergüsse, selbst die Schule geschwänzt haben dürften, den halbstarken Halbidioten*innen auch noch Beifall spendet, dabei geltendes Recht suspendierend,  aus reinem Opportunismus, weil sie zukünftig auf ihre Stimmen hoffen.